• leben

    Leben in Blomberg.

    Entdecken Sie die Vorzüge.

Zehn Fragen an... Silke Zoellner

1) Sind Sie gebürtige Blombergerin? Wenn nicht, wann sind Sie zugezogen und warum?

Ich bin gebürtige Blombergerin und bin auf der Steinkuhle großgeworden. Mein Abitur hab ich am Städtischen Gymnasium Blomberg gemacht. Meine Ausbildung zur Industriekauffrau habe ich ebenfalls in Blomberg absolviert.

2) Warum leben Sie in Herrentrup?

Dass wir nach Herrentrup gezogen sind, war ein Zufall. Wir haben damals ein Objekt gesucht, in dem wir wohnen und unsere Fahrradscheune betreiben können, die wir 1998 hier in Herrentrup eröffnet haben. Herr Friedrichsmeier aus Siebenhöfen hat uns auf dieses Objekt aufmerksam gemacht und so haben wir hier zunächst zur Miete gelebt, später haben wir das Haus gekauft.

3) Was gefällt Ihnen besonders an Blomberg?

An Blomberg gefällt mir der Kleinstadtcharakter, der auch Grund dafür ist, dass wir uns hier so wohl fühlen. Deswegen hat es uns auch nie bewogen hier fortzuziehen. In Herrentrup finde ich es sehr schön, weil wir hier eine tolle Gemeinschaft haben. Außerdem ist ein großes Sportangebot vorhanden und wir Herrentruper verbringen viel Zeit miteinander.

4) Sind Sie auch beruflich hier tätig?

Wir sind in Herrentrup selber tätig. Nächstes Jahr betrieben wir unsere Fahrradscheune schon seit 30 Jahren und das mit recht großem Erfolg.

5) Wie bewerten Sie die Job-Möglichkeiten vor Ort?

Blomberg hat mit den großen Firmen natürlich ein unheimliches Angebot an Arbeitsplätzen, Ausbildungen oder dualen Studiengängen. Aber auch hier auf dem Dorf haben wir Sigrid Borchert, die sicherlich auch schon ausgebildet hat und wir selber beschäftigen auch eine Halbtagskraft. Außerdem hat die Firma Kuhlemeier ihren Sitz vor Ort und nebenan in Reelkirchen gibt es den Lebensmittelmarkt mit einigen Angestellten. Also auch auf dem Dorf gibt es Möglichkeiten, sich beruflich zu betätigen.

6) Was sagen Sie zum Bildungsangebot – also Schulen und Kindergärten?

In Blomberg gibt es das Gymnasium, einige Kindergärten und auch Grundschulen. Hier in Herrentrup, das war damals auch einer der Gründe, warum wir hier hergezogen sind, haben wir ebenfalls eine Kindertagesstätte vor Ort. Die schulischen Ausbildungsmöglichkeiten sind demnach erst einmal gegeben.

7) Gibt es in Herrentrup eine gute Infrastruktur und alle Angebote des täglichen Bedarfs für Menschen jedes Alters?

Das ist in Herrentrup eher weniger vorhanden. Dennoch finde ich die Infrastruktur dadurch ganz gut, dass wir hier an der B1 wohnen und demnach schnell in Blomberg sind. Auch wenn es mal nach Bielefeld, Paderborn oder Richtung Hannover gehen soll haben wir dank der B1eine kurzfristige Anbindung an größere Städte.

8) Wie ist das Freizeitangebot für Erwachsene und Kinder?

Auch da kann jeder etwas für seine Interessen finden. Das kulturelle Programm ist natürlich etwas eingeschränkt, da wir in einer Kleinstadt leben. Dafür müsste man in die größeren Städte in der Umgebung fahren. Aber das ist ja kein langer Weg.

9) Was halten Sie von den Möglichkeiten, die durch Vereine im sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich geboten werden?

Das ist meiner Meinung für unsere Größenordnung ausreichend gegeben. Jeder der neue Ideen und Ambitionen hat muss vielleicht durch ein Ehrenamt versuchen, Interessierte für seinen Vorschlag zu gewinnen, um eventuell neue Aktivitäten auszuüben. Auf der kulturellen Seite sind wir allerdings eingeschränkt. In Blomberg wird noch etwas mehr angeboten, aber auf dem Dorf finden relativ selten kulturelle Veranstaltungen statt.

10) Gibt es auch Aspekte, die Ihnen hier weniger gut gefallen oder Sie als verbesserungswürdig erachten?

Was mich am meisten interessieren würde, wäre schnelleres Internet. Man lebt heutzutage auf dem Dorf, aber deshalb lebt man ja nicht gleich auf dem Mond. Schnelleres Internet wäre hilfreich, um mal eben Recherchen durchführen zu können. Aus beruflicher Sicht wäre es beispielsweise von Nutzen, wenn wir Daten übertragen müssen. Das ist mit das größte Anliegen. Da es immer mehr ältere Menschen gibt, wäre es außerdem schön, wenn es auf dem Dorf Sammeltaxis gäbe, wie sie in anderen Ortschaften schon vorhanden sind. Mit diesen Taxis können Leute, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder kein Auto besitzen, bis nach Blomberg, Horn Bad-Meinberg oder Detmold gefahren.