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Brüntrup: Reges Vereinsleben und ein Dorfgemeinschaftshaus

Hans-Adolf Albrecht ist seit über 20 Jahren Brüntruper Ortsvorsteher und besonders stolz auf den Bau des Dorfgemeinschaftshauses.

Viel los ist im Blomberger Ortsteil Brüntrup, der sich ganz im Westen der Großgemeinde befindet – zumindest, was das Verkehrsaufkommen anbetrifft. Die Kreisstraße 78 führt nämlich von Istrup nach Vahlhausen und damit auch direkt durch Brüntrup.

Mittelpunkt des dörflichen Lebens ist seit 1997 das Dorfgemeinschaftshaus, wo regelmäßig verschiedene Veranstaltungen stattfinden. »Besonders ist, dass wir dieses Dorfgemeinschaftshaus damals selbst gebaut haben – von der Stadt gab es die Materialien«, blickt Ortsvorsteher Hans-Adolf Albrecht zufrieden zurück.

Und Albrecht, der dem Ort seit über 20 Jahren vorsteht, sein Amt aber in Kürze abgibt, hält auch fest: »Brüntrup ist absolut lebenswert. Und wir haben hier den Vorteil, dass Blomberg, Detmold, Lemgo und Bad Meinberg alle gut zu erreichen und die Wege allesamt relativ kurz sind.« Zudem intakt: Die Busverbindung zwischen Detmold und der Nelkenstadt. Und auch das Vereinsleben kann sich absolut sehen lassen: Aktiv sind die Brüntruper Chorgemeinschaft, »Gemeinsam für Brüntrup«, der Seniorentreff und Schwarz-Weiß Brüntrup. Und Schwarz-Weiß hat mit den »Lippe-Roses« etwas ganz Besonderes zu bieten. Bei besagter Abteilung handelt es sich um die einzige Square Dance-Gruppe Lippes, die zur Zeit 25 Tänzer umfasst und sich immer freitags zu den Übungsabenden im Dorfgemeinschaftshaus trifft.

Zentrum des Brüntruper Lebens: Links ist die Kindertagesstätte zu sehen, rechts das Dorfgemeinschaftshaus.

Allerdings ist in Brüntrup nicht alles rosig. Wie Orts-Oberhaupt Albrecht zu berichten weiß, geht der demografische Wandel nicht spurlos am Dorf mit seinen rund 500 Einwohnern vorüber. »Die Leute werden älter, es gibt manchen Leerstand, wir haben hier keinen Nahversorger mehr und auch die Tankstelle ist seit einigen Jahren geschlossen.«

Gut ist es vor diesem Hintergrund, dass sich in Brüntrup nach wie vor eine Kindertagesstätte befindet – und das bereits seit über 42 Jahren. Und sogar auf das Thema Inklusion ist man hier vorbereitet, da im Zuge des U3-Ausbaus der Einrichtung behindertengerechte Elemente berücksichtigt wurden.

Unweit der Kita befindet sich der Sportplatz, der mit Flutlicht und einer Schutzhütte ausgestattet ist. Zudem locken verschiedene Veranstaltungen auch manchen Nicht-Brüntruper in das Dorf zwischen Detmold und Blomberg. Immer wiederkehrend sind hier beispielsweise  Pickert-Essen, Osterfeuer, Apres-Ski-Party und Wanderungen. »Schön ist, dass diese ganzen Termine von unterschiedlichen Vereinen organisiert werden«, resümiert Hans-Adolf Albrecht, der damit auf das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Ortes anspielt. Genährt wird diese Aussage davon, dass neben dem erwähnten Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Eigenregie unter anderem die Bepflanzung von Blumenkübeln, die Pflege öffentlicher Flächen sowie der Ausbau eines Rundwanderweges in die Hand genommen wurden beziehungsweise nach wie vor werden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf übrigens im Jahre 1363 als »Bruninctorpe«, was das Dorf der Bruninger bedeutet. Wie in der hiesigen Gegend oft üblich, deutet die Endung »trup« darauf hin, dass die Dorf-Gründung aber deutlich weiter, bis in das 6. oder 7. Jahrhundert, zurückreicht.

Damals wie heute wichtig: Die Landwirtschaft. Geblieben sind mit Ober- und Niedermeier zwei große Höfe. Nachgelesen werden kann der Brüntruper Werdegang in der Dorfchronik, die der Dorfausschuss 1999 zusammen mit Dankward von Reden herausgegeben hat.