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Siebenhöfen

Ländliche Idylle und Lippes größte Kirmes

Zum Mittelpunkt des lippischen Lebens avanciert der Ort immer am zweiten September-Wochenende, wenn der Wilbaser Markt ansteht.

Zentral im Herzen der Großgemeinde Blomberg liegt das Örtchen Siebenhöfen. Direkt durch das Dorf, das sich aus den ehemaligen Teilen Unter- und Obersiebenhöfen sowie Wilbasen zusammensetzt, führt die Bundesstraße 1.

Wilbasen erlangte bereits im 14. Jahrhundert Berühmtheit als Wallfahrtsort. Sogar eine Kirche gab es, in der die lippischen Edelherren ihre Familiengruft hatten. Die Kirche wurde aber zu Beginn des 18. Jahrhunderts abgerissen, die Gruft war schon vorher in die Blomberger Klosterkirche verlegt worden.

Bis in das 15. Jahrhundert reichen die Ursprünge des alljährlichen Siebenhöfener Höhepunktes zurück: Vor den Toren der Nelkenstadt findet traditionell am jeweils zweiten September-Wochenende der Wilbaser Markt – und damit die größte Stoppelfeldkirmes Lippes – statt. In den Kassenbüchern eines Klosters fand man die erste urkundliche Erwähnungen des Marktes als Kirchweihfest im Jahr 1430. In den folgenden Jahren und Jahrhunderten entwickelte sich das Fest stetig weiter und avancierte zu einem der größten Pferdemärkte Norddeutschlands. Die Bedeutung als Viehmarkt ist zwar deutlich zurückgegangen, trotzdem steht auch heutzutage noch der Montag ganz im Zeichen des Viehhandels. Interessant ist auch, dass der Wilbaser Markt die einzige Kirmes ist, die in Deutschland von einer Kreisverwaltung organisiert wird.

Das heutige Siebenhöfen setzt sich aus Unter- und Obersiebenhöfen sowie Wilbasen zusammen und wird von der Bundesstraße 1 geteilt.

Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wanderte die Verantwortung für die Durchführung des Jahrmarktes in die Hände des Amtes Blomberg und von dort aus zum Blomberger Amtmann. Als 1970 die Integrierung der Amtmänner in die Kreise erfolgte, ging damit auch die Übernahme der Ausrichtung für den Markt durch den Kreis Lippe einher.

Lohnenswert ist das Highlight auch für die Siebenhöfener. Die vermieten ihre Grundstücke an vier Tagen im September regelmäßig als Parkplätze und ziehen bei schlechtem Wetter und Bedarf auch Autos mit dem Trecker aus dem Matsch der Felder.

Ist der Trubel im neunten Monat des Jahres vorbei, kehrt zwischen Herrentrup und Blomberg auch wieder Ruhe ein – und von der hat man in Siebenhöfen im Jahr genug. Vereine gibt es nämlich keine, Aktionen der Dorfgemeinschaft ebenfalls nicht.

Ortsvorsteher Jörg Berten, der gleichzeitig auch Maspe und Borkhausen vorsteht, lädt die älteren Siebenhöfener deshalb auch zu Senioren-Nachmittagen in das Masper Dorfgemeinschaftshaus ein.

Allerdings ist der Name Siebenhöfen nicht mehr so richtig zutreffend, da von den ehemals sieben Gehöften nur noch zwei voll bewirtschaftet werden.

Quelle: brink-medien