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Tintrup

Trecker, Obst und viele helfende Hände

In Tintrup ist die Welt noch in Ordnung. Das meint zumindest Harry Thiel, der im Blomberger Vorort bereits seit 1989 als Ortsvorsteher die Richtung vorgibt.

Das Dorfleben wird dabei geprägt von den ansässigen Vereinen. »Neben dem Dorfausschuss gibt es bei uns noch den Handwerker- und Zieglerverein, das Tintruper Trecker-Team, den FC Tintrup (FCT) und den Frauenchor«, berichtet Thiel, verhehlt aber nicht, dass auf Vereinsebene Mitgliederschwund zu verzeichnen ist und beispielsweise das Trecker-Team mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen hat.

Trotzdem hat jeder dieser Vereine eine bestimmte Funktion in der Dorfgemeinschaft inne. Der Sportverein pflegt beispielsweise freie Landschaftsflächen, die Handwerker und Ziegler zeichnen unter anderem für die Instandhaltung der 26 Ruhebänke und der 120 Nistkästen verantwortlich, der Frauenchor für die Ausrichtung der Senioren-Weihnachtsfeier.

Höhepunkte im alljährlichen Veranstaltungskalender sind zudem Sportfest, Osterfeuer, Maifeier und der seit über 40 Jahren ausgerichtete Schnatgang des FCT. »Bei uns arbeiten alle Hand in Hand zusammen, die Unterstützung untereinander passt. Ich als Ortsvorsteher kann mich immer auf viele helfende Hände verlassen«, weiß Harry Thiel, der seit jeher für parteiübergreifende Arbeit steht.

Gaststätten sucht man dagegen vergeblich im Ort, der rund 320 Einwohner hat: Der Gasthof »Zur Erholung« brannte 1980 als letzter der ehemals zwei geselligen Anlaufpunkte ab. Seit 1981 dient deshalb das Dorfgemeinschaftshaus als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.

Darüber hinaus existiert seit 1988 eine Schutzhütte am Tintruper Erdbeerstadion.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als Tydendorp 1411, das Gut Tintrup im 13. Jahrhundert erbaut. 1970 folgte die Eingemeindung in die Großgemeinde Blomberg. Da gab es übrigens keine Dorfschule mehr, da die bereits vier Jahre zuvor geschlossen werden musste.

Über die dörflichen Grenzen hinaus bekannt ist Tintrup aber nicht nur wegen des Trecker-Treffens. Auch der Obsthof Brunsiek ist vielen in der Region ein Begriff. »Außerdem gibt es bei uns viele Wandermöglichkeiten«, sagt Dorf-Oberhaupt Harry Thiel, der »seinen« Tintrupern als echtes Original mit Gummistiefeln und in Arbeitskluft bekannt ist. Thiel tüftelt und werkelt, wenn es die Zeit denn zulässt, gerne an Schutzhütte und dem angrenzenden Sportplatz. »Dort«, sagt er, »fühle ich mich einfach am wohlsten.«