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Stadtrelief zeigt Blomberg im Mittelalter

Wie Blomberg zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert aussah, können Besucher der Nelkenstadt vor dem Schweigegarten am Pideritplatz nachvollziehen. Ein dort platziertes Relief aus Bronze zeigt die Kernstadt, die dem mittelalterlichen Gründungsschema lippischer Städte folgt.

Dieter Zoremba, Archivar der Stadt Blomberg, erklärt, dass die vier Stadtviertel ein typisches Merkmal des Grundrisses sind. So erschließt sich um die Klosterkirche das Seelige Viertel, im Westen der Stadt erstreckt sich entlang der »Alten Meierei« das Brinkviertel. Außerdem ist das Große Viertel, zwischen dem Langen Steinweg, dem Kurzen Steinweg und der Kuhstraße, zu sehen. Das vierte Stadtviertel nennt sich Roßmüller-Viertel und liegt zwischen dem Kurzen Steinweg und der Neuen Torstraße.

Die bronzene Darstellung weist weiter die bekanntesten Gebäude und Sehenswürdigkeiten auf. So stand im Mittelalter schon das Rathaus am Marktplatz. Einige Meter weiter findet sich der Martiniturm, damals noch mit angeschlossener Kirche. Die Klosterkirche, die ehemalige Bürgerschule (heute Grundschule am Weinberg) und die Burg sind im Westen der Stadt abgebildet. Das Niederntor am Fuße der Kernstadt darf natürlich nicht fehlen. Heute ist es das einzige erhaltene Stadttor in ganz Lippe.

»Außerdem lässt sich anhand des Reliefs wunderbar die soziale Schichtung der damaligen Zeit erkennen«, so Zoremba. Denn an den Hauptstraßen – dem Langen Steinweg, dem Kurzen Steinweg, der Kuhstraße und dem Marktplatz – stehen in der Regel große Häuser, die auf wohlhabendere Bürger schließen lassen. An den Randgebieten oder Gassen, wie der Weinberggasse, haben hingegen ärmere Leute gelebt – dort sind die Häuser kleiner.