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Am Wesselweg werden die Blomberger Wetter-Daten erfasst

Die Wetterstation erfasst von der Temperatur über die Windgeschwindigkeit bis hin zum Luftdruck alle wichtigen Daten. Foto: Theiß

Auf der Internetseite blomberg-cam.de, die der Stadt Blomberg gehört und auf der verschiedene Webcam-Bilder zu sehen sind, hat man auch die Möglichkeit, aktuelle Wetter-Daten aus der Nelkenstadt abzurufen.

Doch woher stammen diese Messwerte? Vom Deutschen Wetterdienst oder einer Station aus der Umgebung?

Der Klick auf den Button »blombergwetter« bringt ein bisschen Licht ins Dunkel: Es handelt sich dabei um die Station von Uwe Kuhlmann. Im Garten seines Hauses am Wesselweg hat der Blomberger bereits 2005 eine Wetterstation in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr folgte ein neueres Modell.

Das Interesse für Wind, Regen, Sonnenschein und vieles mehr entstand bereits in den 1980er-Jahren. »Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich den Privat-Pilotenschein gemacht. Da bewegt man sich ja in und mit dem Wetter und da habe ich damit angefangen, mich dafür zu interessieren«, kann sich Kuhlmann, der mittlerweile beruflich als Lok-Führer unterwegs ist, noch gut an seine Anfänge erinnern.

Und das, was sich mittlerweile im Kuhlmann´schen Garten befindet, kann sich sehen lassen. Erfasst werden Temperatur, Feuchte, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Windböen sowie Niederschlagsmenge - und sogar Niederschlag in gefrorener Form. Der Temperatur- und Feuchtesensor befindet sich in einem Kasten, der aktiv belüftet wird. Durch die Tatsache, dass somit die Lufttemperatur gemessen wird und ein Strahlungsschutz besteht, sind die Werte sehr genau. Der Regenmesser beinhaltet Trichter und Wippe. Die komplette Anlage ist solarbetrieben.

Uwe Kuhlmann betreibt in seinem Garten eine private Wetterstation. Foto: Theiß

Die Daten gehen dann automatisch zur Empfangsstation und werden auf einem Computer erfasst, der 24 Stunden läuft. Im Internet sind im 15-Minuten-Takt unter anderem Fakten wie Temperatur, Wind oder Luftdruck abrufbar. »Im Endeffekt messen große Stationen nicht anders. Der einzige Kompromiss ist, dass sich der Windmesser nicht in zehn Metern Höhe, sondern nur sechs Meter über dem Boden befindet«, verrät Uwe Kuhlmann, der einst in Köln einige Semester Meteorologie studiert hat.

Eine klare Meinung hat Uwe Kuhlmann auch zu den sogenannten Wetter-Trends: »Die Vorhersage, die meine Wetterstation erstellt, errechnet sich nur aus den letzten Daten und ist deshalb immer mit Vorsicht zu genießen, für einen Zeitraum von 24 Stunden aber relativ genau. Eine professionell erstellte Wettervorhersage ist sehr aufwändig, benötigt extrem leistungsfähige Rechneranlagen und auch heute noch die Erfahrung und richtige Einschätzung des Meteorologen. Eine solche Prognose kann man heute über einen Zeitraum von fünf Tagen schon sehr genau stellen. Alle Trends, die darüber hinausgehen, sind wie ein Glücksspiel.«

Text: Rouven Theiß

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