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Begehbarkeit des Niederntores

Das um 1520-30 erbaute Niederntor ist als einzig erhaltenes Stadttor im Kreis Lippe bekannt und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Blomberg.

Am 11. Juli 2012 wurde das frisch sanierte Niederntor eingeweiht und für das breite Publikum geöffnet.

Die Stadt Blomberg als Eigentümerin und Blomberg Marketing e. V. als Pate haben gemeinsam an dem Ziel gearbeitet, das Betreten dieses Wahrzeichens, das für die Öffentlichkeit in der Vergangenheit nicht zugänglich war, im Rahmen von Stadtführungen zu ermöglichen.

Für die Planung und Ausführung wurde der Detmolder Architekt Oliver Stövesand beauftragt.

Wesentliche Maßnahmen im Zuge der Restaurierungsarbeiten seit Herbst 2011/2012

Durch die Maßnahme wurde es möglich Besucher in kleinen Gruppen von max. 6 Personen in den Raum oberhalb des Kreuzgewölbes der Tordurchfahrt zu führen. Dort kann das in einem Uhrenraum aufgestellte und 2007 grundlegend sanierte, mechanische Uhrwerk der Turmuhr besichtigt werden. Der Wunsch, den Besuchern eine gestalterisch ansprechende und dabei auch sichere Führung zu bieten sowie baurechtliche Vorgaben bezüglich des Brandschutzes und der Beschaffenheit der Flucht und Rettungswege machten einige Umbau- und Modernisierungsarbeiten erforderlich.

So wurde der Eingangsbereich des kleinen Treppenhauses mit der schmalen Wendeltreppe aus Stahl im angrenzenden Gebäude restauriert. Im Inneren des Turmes wurden die Bruchsteinwände gereinigt und restauriert und die Fußböden erneuert. Das Fachwerk des Uhrenraumes ist von seiner Spanplattenbekleidungen befreit worden und die Gefache wurden wieder mit Lehmputz versehen. Zwei der Gefache sowie die Zugangstür sind nun verglast, so dass die Besucher einen komfortablen Einblick in den Uhrenraum mit dem Uhrwerk bekommen. Neben weiteren Maßnahmen wurde zudem die gesamte Elektroinstallation und Beleuchtung zeitgemäß erneuert.

Des Weiteren wurden die Gewölbeunterseite sowie die Seitenwände der Tordurchfahrt saniert. Das Niedertor wurde komplett eingerüstet um das Fugenbild zu überarbeiten und am Giebel abgängige Sandsteinkugeln und verschiedene Steine zu erneuern bzw. neu zu verklammern. Außerdem wurde ein Vierpass ausgetauscht, die Dacheindeckung stellenweise repariert und Dachanschlüsse an das Mauerwerk ergänzt.

Die auffälligste Veränderung betrifft jedoch die nicht bauzeitliche Holzbrücke zum Turm. Ihre Tragfähigkeit war selbst für eine kleine Gruppengröße von nur 6 Personen nicht ausreichend. Auch der erforderliche Brandschutz war, bei einem Brand der Holzkonstruktion, nicht gegeben. Zudem musste, als zusätzlicher Rettungsweg, eine Öffnung in den Seitenwänden der Brücke hergestellt werden, so dass in einem Notfall Personen über eine Drehleiter durch Rettungskräfte abtransportiert werden können. Neben diesen Umbauarbeiten wären weitere Restaurierungsarbeiten erforderlich gewesen. Daher wurde beschlossen, die Holzbrücke durch eine zeitgenössische, filigrane Brücke aus Stahl und Glas zu ersetzen. Transparent überspannt diese nun den Durchgang zwischen dem Turm und dem Nachbargebäude und ermöglicht einen freien Blick in Richtung der Altstadt. Der Durchgang ist heller und freundlicher und Passanten können sehen, wenn Teilnehmer der Stadtführung diese überqueren und vielleicht für einen Blick über die Landschaft, oder die Altstadt dort verweilen.

Interessierte können sich auf der Seite www.blomberg-marketing.de über Stadtführungen in und um das Niederntor herum informieren.

Niederntor 2011-2012

 
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