Markt in Blomberg

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Bewegende Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof

In Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus fand sich auf dem jüdischen Friedhof in Blomberg am Holocaust-Gedenktag eine Vielzahl von jungen und alten Menschen ein.

In seiner Begrüßung unterstrich Bürgermeister Klaus Geise die Notwendigkeit des Erinnerns: " Auschwitz steht für eine radikale Zäsur in unserer Geschichte, für einen Zivilisationsbruch, wie ihn niemand für möglich gehalten hätte", so Geise. Damit sich Solches oder Ähnliches nicht wiederholen könne, sei es unumgänglich, auch dieses dunkelste Kapitel deutscher Geschichte nicht dem Vergessen anheim zu geben.

Zehn Schülerinnen und Schüler des Hermann-Vöchting-Gymnasiums trugen kurze, bewegende Worte von Holocaustüberlebenden vor. Sie verdeutlichten die Dramatik und Tragik des Geschehens und auch die Schwierigkeit mit diesem Geschehen weiter leben zu müssen.

Pastorin Bettina Hanke-Postma erinnerte in ihrer Ansprache an die mehr als eine Millionen Opfer der mehrjährigen und vor allem rassistisch motivierten Blockade Leningrads (heute St. Petersburg) durch die deutsche Wehrmacht. Zudem betonte sie die Verantwortung der Christen für die Vergangenheit und für den christlich-jüdischen Dialog in der Gegenwart. Gemeinsam mit dem Bürgermeister legte sie anschließend einen Kranz nieder.

Mit der Aufforderung, jeglichen Formen des Rassismus und der Unmenschlichkeit entgegenzutreten beendete Geise die Veranstaltung: "Die Opfer, derer wir hier heute gedenken, verpflichten uns dazu."

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