Foto Gegenüberstellung: Langer Steinweg

Auch wenn zwischen den beiden Aufnahmen von 1915 und heute über 100 Jahre liegen, kann man noch gut erkennen, dass es sich jeweils um den unteren Bereich des Langen Steinwegs handelt.

Denn: An der Struktur des abgebildeten Bereichs hat sich nicht wirklich viel verändert.

An dem linksseitigen Gebäude fällt vor allem die damalige Nutzung, wahrscheinlich als Bekleidungsgeschäft auf. Auf dem Schild oberhalb des Eingangs, da noch über eine kleine Treppe zu erreichen, ist »Reste-Verkauf« zu lesen. Rechts lässt die Markise ebenfalls auf eine geschäftliche Nutzung schließen, der Bau an der Ecke zur Kuhstraße, der heute im Erdgeschoss einen Frisör beherbergt, war um 1915 offenbar noch ein reines Wohnhaus – mit wohl durch Efeu bewachsener Fassade. Ganz am hinteren Rand des alten Bildes ist der einst noch betriebene Gasthof zu erkennen. Auffällig sind zudem die vielen Strommasten, die es heute nicht mehr gibt, und der Bordstein mit Kante.

Außerdem befinden sich auf der historischen Fotografie viele Kinder, im Hintergrund sogar einige Frauen und Männer – und zwar allesamt gut gekleidet. Wenn sich früher allerdings der Fotograf ankündigte, war es normal, dass die Menschen ihre Sonntags-Kleidung anzogen.

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Text/Foto (neu): Theiß