Foto Gegenüberstellung: Martiniturm

Martiniturm in Blomberg

Im Laufe der Zeit hat sich im Bereich zwischen Rathaus und Martiniturm, also rund um das einstige Amtsgericht, einiges getan. Interessant ist vor allem der Platz selbst beziehungsweise die daran entlang führende Straße.

Die Bezeichnung lautete seit Ende des 19. Jahrhunderts Wacholderstraße. 1933 fand die Umbenennung in Hindenburgplatz statt – und dieser Name existierte bis vor wenigen Jahren, wurde 2010 in am Martiniturm geändert.

Beim Blick auf die drei Fotografien fällt auf:

Der Martiniturm, als das älteste Gebäude der Stadt möglicherweise aus dem 13. Jahrhundert stammend und einst der Stadtpfarrkirche St. Martin bis 1833 als Glockenturm dienend, hat sich nicht verändert. Sowohl auf der Fotografie von 1904 als auch der heutigen hat sich kaum etwas getan. 2013 und 2014 fanden allerdings umfassende Sanierungsarbeiten statt.

Auch das nur wenige Meter vom Turm entfernte und 1879 gebaute, einstige Amtsgericht, das heute von der Stadt als Verwaltungssitz genutzt wird, ist trotz der fortschreitenden Jahrzehnte nach wie vor gut zu erkennen.

Anders sieht das am Platz selbst aus. 1904 war hier offenbar unbebaute und unbepflanzte Fläche Trumpf – vielleicht, um dem Zeitgeist entsprechend das Kriegerdenkmal, da sogar noch eingezäunt, besser wirken zu lassen. Das erinnert bekanntlich an die gefallenen Soldaten im deutsch-französischen Krieg von 1870/71. 1969 hat das Gelände dann plötzlich einen parkähnlichen Charakter, ist mit vielen Pflanzen und Bäumen versehen und auch ein Weg existiert. Nach der Umgestaltung der innerstädtischen Blomberger Plätze herrschen nun wieder klare Strukturen. Die vielen Pflanzen sind weg, dafür gibt es Sitzgelegenheiten rund um das Denkmal und man hat sich eher der Klarheit und freien Fläche aus längst vergangenen Zeiten angenähert – das natürlich aber deutlich moderner.

Text/Foto (neu): Theiß