Fotonachstellung - Im Siebenbürgen

Im Siebenbürgen, einer kleinen Gasse, die relativ unscheinbar wirkt und den Langen Steinweg sowie die Brinkstraße miteinander verbindet, befindet sich grob gesagt eine Sensation.

Während in der Zeit des Nationalsozialismus viele Synagogen in ganz Deutschland zerstört wurden, überdauerte die in der Nelkenstadt, die im Bild zu sehen ist, die Zeit. Das hatte einen ganz einfachen Grund: 1808 errichtet, wurde die Synagoge nur deshalb 1938 nicht zerstört, weil sie bereits zu Beginn der 1920er-Jahre nur noch Wohnhaus war.

Die Wiederentdeckung folgte im Jahr 1983 – also zwei Jahre bevor das historische Foto entstanden ist. Die Entdecker fanden im Inneren damals den Gebetsraum mit Thoraschrank und die Frauenempore in erhaltenem Zustand vor.

Heute beherbergt der Bau das Blomberger Stadtarchiv. In den vergangenen rund 30 Jahren haben natürlich verschiedene Sanierungsarbeiten an der Außenfassade stattgefunden. Gut zu erkennen ist aber: Die Bausubstanz und das Erscheinungsbild des Gebäudes sind nach wie vor identisch. Selbst der Treppenaufgang zur linksseitigen Tür ist noch vorhanden. Lediglich die Garage ist einem modernen, gläsernen Anbau gewichen, der, da ein bisschen rückwärtig, auf diesen beiden Fotografien aber nicht auszumachen ist.

Text/Foto (neu): Theiß