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Brüntrup: Reges Vereinsleben und ein Dorfgemeinschaftshaus

Susanne Kleemann ist seit 2014 Ortsvorsteherin in Brüntrup und besonders stolz auf das
Gemeinschaftsgefühl unter den Dorfbewohnern.

Es ist viel los im Blomberger Ortsteil Brüntrup, der sich ganz im Westen der Großgemeinde befindet – zumindest, was das Verkehrsaufkommen anbetrifft. Die Kreisstraße 78 führt nämlich von Istrup nach Vahlhausen und damit auch direkt durch Brüntrup.

Mittelpunkt des dörflichen Lebens ist seit 1997 das Dorfgemeinschaftshaus, wo regelmäßig verschiedene Veranstaltungen stattfinden. In den vergangenen Jahren sei das Interesse an dem kleinen Häuschen weiter angestiegen – und die Anfragen kommen nicht nur von Brüntrupern. »Daher vermieten wir das Objekt inzwischen sogar an Auswärtige, die es für private Anlässe nutzen wollen«, erklärt Susanne Kleemann, die seit 2014 Ortsvorsteherin des 500-Einwohner-Dorfes ist. Vor allem werden die Räumlichkeiten aber von den hiesigen Vereinen genutzt. Aktiv sind »Gemeinsam für Brüntrup«, der Seniorentreff und Schwarz-Weiß Brüntrup. Und Schwarz-Weiß hat mit den »Lippe-Roses« etwas ganz Besonderes zu bieten. Bei besagter Abteilung handelt es sich um die einzige Square Dance-Gruppe Lippes, die zur Zeit 46 Tänzer umfasst und sich immer freitags zu den Übungsabenden im Dorfgemeinschaftshaus trifft.

Allerdings habe sich in den vergangenen Jahren in Brüntrup einiges verändert. »Einst hatten wir noch ein kleines Lebensmittelgeschäft sowie eine Tankstelle im Ort. Mittlerweile haben diese aber leider geschlossen«, berichtet Kleemann. Vor diesem Hintergrund sei es besonders erfreulich, dass sich in Brüntrup nach wie vor eine Kindertagesstätte befindet – und das bereits seit über 40 Jahren. Und sogar auf das Thema Inklusion ist man hier vorbereitet, da im Zuge des U3-Ausbaus der Einrichtung behindertengerechte Elemente berücksichtigt wurden. Unweit der Kita befindet sich der Sportplatz, der mit Flutlicht und einer Schutzhütte ausgestattet ist. Zudem locken verschiedene Veranstaltungen auch manchen Nicht-Brüntruper in das Dorf zwischen Detmold und Blomberg. Immer wiederkehrend sind hier beispielsweise das Sportfest, das Osterfeuer, die Apres-Ski-Party und diverse Wanderungen. »Schön ist, dass diese Veranstaltungen von den Vereinen organisiert werden«, sagt Susanne Kleemann und spielt damit auf das ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl unter den Einwohnern an. In besonderer Erinnerung bleibe dem Orts-Oberhaupt dabei die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Dorfgemeinschaftshauses. »Dieses Fest haben wir vom Dorfausschuss gemeinsam mit allen Brüntruper Vereinen auf die Beine gestellt. Alles hat reibungslos geklappt. Wir haben anschließend gemeinsam entschieden, dass der Erlös in einen neuen Anstrich für das Gebäude fließen soll. Dieses Entscheidung zeigt mir, dass wir eine tolle Dorfgemeinschaft haben, die die gleichen Interessen verfolgt und der das Wohl des Ortes und seiner Einwohner am Herzen liegt«, so Kleemann.

Neben ihrem Engagement bei Feierlichkeiten greifen die Mitglieder des Dorfausschusses zwei Mal im Jahr zum Werkzeugkoffer, um Jägerzäune zu reparieren, zur Schaufel, um Blumen zu pflanzen und zur großen Schere, um wuchernde Hecken zu schneiden. »Solche Aktionen funktionieren eben nur in einer guten Gemeinschaft – und mit einem tollen Team«, so Kleemann stolz. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlern pflegt Susanne Kleemann außerdem den Friedhof im Ort in Eigeninitiative.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf übrigens im Jahre 1363 als »Bruninctorpe«, was das Dorf der Bruninger bedeutet. Wie in der hiesigen Gegend oft üblich, deutet die Endung »trup« darauf hin, dass die Dorf-Gründung aber deutlich weiter, bis in das 6. oder 7. Jahrhundert, zurückreicht. Damals wie heute wichtig: Die Landwirtschaft. Geblieben sind mit Ober- und Niedermeier zwei große Höfe. Nachgelesen werden kann der Brüntruper Werdegang in der Dorfchronik, die der Dorfausschuss 1999 zusammen mit Dankward von Reden herausgegeben hat.