Bürgermeister Klaus Geise

Bürgermeister Klaus Geise

Blombergs Bürgermeister ist sportbegeistert – und spielt gerne Skat

Dienstagnachmittag, 14.30 Uhr. Mit einem freundlichen Lächeln steht Klaus Geise von seinem Schreibtischstuhl auf. „Hallo – geht es Ihnen gut?“, lautet die Frage des ersten Blomberger Bürgers. Und schaut man sich Geise und die schnellen Schritte an, mit denen er sich auf seinen Gast zubewegt, wird deutlich: Dieser Mann ist sportlich. Und: Er liebt, was er tut. Seit 2004 arbeitet, wirkt und diskutiert Klaus Geise in seinem Büro in der zweiten Etage des Blomberger Rathauses. Damals wurde er zum ersten Mal zum hiesigen Bürgermeister gewählt. Von hier aus – das Büro liegt im hinteren Teil des Rathauses mit Blickrichtung Neue Torstraße – hat er vieles im Fokus, was sich in „seiner“ Stadt tut. Geschäftlich ist Geise in Blomberg stets und ständig unterwegs, fungiert sowohl als politisches Oberhaupt als auch als Verwaltungschef. Doch das ist an dieser Stelle nur am Rande Thema. Hier geht es darum, den am 30. Januar 1958 Geborenen privat besser kennenzulernen.

Ein Kind der Nelkenstadt

Geise ist Blomberger durch und durch – und in der Hausmannstraße, zwischen der B1 und dem heutigen Dienstleistungszentrum des Kreises Lippe an der Bahnhofstraße, aufgewachsen. Früh hat sich sein Interesse an Sport – und hier vor allem am Handball – entwickelt. „Ich war erst Außenspieler beim TV Blomberg, nach der Fusion dann bei der HSG Herrentrup-Blomberg aktiv“, berichtet Geise, der die Handballbegeisterung innerhalb der Familie weitergegeben hat: Der einige Jahre jüngere Bruder Dirk schnürte selbst lange in der Nelkenstadt die Handballschuhe, ist auch heute noch in Norddeutschland aktiv, Sohn Tim spielt für die HSG Blomberg-Lippe. „Ich selbst habe heute bei der HSG eine Bundesliga-Dauerkarte und schaue mir die Spiele gerne an“, sagt Geise.

Sportler durch und durch

Eine zweite sportliche Leidenschaft ist der Fußball („Als junger Erwachsener habe ich mal ein Jahr gekickt.“) – und hier im Besonderen Borussia Dortmund. „Mein Sohn Tim hat mich gewissermaßen mit der schwarz-gelben Begeisterung infiziert“, verrät Blombergs Bürgermeister, der gerne mit dem Rad zur Arbeit fährt und sich darüber hinaus auf dem heimischen Ergometer oder durch „Power-Walking“, wie er es selbst nennt, fit hält, mit einem Augenzwinkern. Die langjährige Mitgliedschaft im Pinselrott und eine entsprechende Affinität für das Blomberger Schützenfest sowie regelmäßige Skatabende mit Freunden nennt Geise als weitere Interessensbereiche. „Ich bin ein geselliger Typ. Und das sollte man in einer kleinen Stadt wie Blomberg auch sein“, unterstreicht Klaus Geise.

Früh in der Politik engagiert

Dass Klaus Geise ausgerechnet in seiner Heimatstadt, wo er aufgewachsen ist und 1978 das Abitur gemacht hat, zum Bürgermeister und obersten Verwaltungsherrn wurde, war eher ein glücklicher Zufall als Kalkül. „Ich habe mich in der kirchlichen Jugendarbeit und im Stadtjugendring engagiert, gerne Verantwortung übernommen und bin dann mit 17 Jahren in die SPD eingetreten, um mich politisch in Blomberg zu engagieren“, berichtet Klaus Geise. Und das Engagement zahlte sich aus, schließlich folgte 1980, also mit 22, direkt nach dem Zivildienst beim CVJM-Kreisverband-Lippe, die Berufung in den Rat der Stadt – das damals übrigens als jüngstes Mitglied überhaupt. Zudem studierte Geise von 1980 bis 1985 in Bielefeld Soziologie und schloss dieses Studium (Schwerpunkt: öffentliche Verwaltung) mit dem Diplom ab.

Erst Düsseldorf – dann wieder Blomberg

Da Geise aber 1986 als Regierungsinspektoranwärter – mit gleichzeitigem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung – nach Düsseldorf ging, gab er das Ratsmandat 1986 ab. 1989 schloss er auch dieses Studium, diesmal als Diplom-Verwaltungswirt, erfolgreich ab – und kehrte 1991 zurück in die Nelkenstadt. „Die Jahre in der Großstadt Düsseldorf waren schön und es hat mir dort gut gefallen. Es war für meine Weiterentwicklung damals gut, auch mal etwas anderes zu sehen“, so Geise, der ab 1991 in der Steuerungsunterstützung der Behördenleitung sowie als Wirtschaftsförderungsbeauftragter und Geschäftsführer der Bürgermeister-Heinrich-Fritzemeier-Stiftung wirkte. Zudem fungierte er zwischen 1990 und 1998 nebenberuflich als Dozent an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. 2000 stieg Klaus Geise dann zum Beigeordneten und allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters im Verwaltungsvorstand auf und war in dieser Funktion zuständig für das Dezernat II (Fachbereiche Sozialwesen, Bürgerservice und Ordnung sowie die Eigenbetriebe Abwasserwerke und BIG). 2004 folgte er als zweiter hauptamtlicher Bürgermeister und Verwaltungschef in Personalunion auf Dr. Siegfried Pilgrim.


Ein echtes Highlight

Als absoluten Höhepunkt in seiner bisherigen Amtszeit beschreibt Klaus Geise den Staatsbesuch des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder und von Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac im März 2005 in Blomberg. „Dieser Tag war einmalig“, gibt Geise zu. Besonders gerne denkt er aber auch an „viel Freude und Spaß“ bei den mehrmaligen Blomberger Teilnahmen an der Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ zurück. Aber auch im Kleinen und im täglichen Tun hat der Bürgermeister deutliche Fortschritte erkannt. „In den vergangenen 30 Jahren hat sich Blomberg sehr gut weiterentwickelt, ist in vielen Bereichen moderner und attraktiver geworden. Ich mache das daran fest, wenn ich mir Blomberg jeweils als Wirtschafts-, Bildungs-, Wohn-, Kultur- und Sportstandort anschaue. Und da komme ich zu dem Schluss, dass hier in den unterschiedlichen Bereichen viel Leben und eine überdurchschnittliche Attraktivität herrscht. Das kann sich für eine Stadt der Größe Blombergs absolut sehen lassen. Und nicht zuletzt unser Gemeinwesen an sich: Sehr viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und gestalten so unsere Großgemeinde sehr positiv mit“, bedankt sich der Bürgermeister.


Wie genau sieht eigentlich der Arbeitstag eines hauptamtlichen Bürgermeisters aus?

Morgens um acht beginnt der Arbeitstag des Bürgermeisters

Wie genau sieht eigentlich der Arbeitstag eines hauptamtlichen Bürgermeisters aus? Genau diese Frage beschäftigt sicherlich viele Menschen – und Klaus Geise, Verwaltungschef und Bürgermeister der Stadt Blomberg, kann sie beantworten: vor allem arbeitsreich. Geise radelt in den meisten Fällen morgens um kurz vor 8 Uhr von seinem Haus aus durch die Nelkenstadt in Richtung Rathaus, Dienstbeginn ist regelmäßig gegen acht. „Vormittags stehen dann meistens Dienstbesprechungen mit den Fachbereichen an, nachmittags sind oft Termine eingeplant, abends finden Sitzungen, beispielsweise des Stadtrats und seiner Ausschüsse, statt. Und zwischendurch wird viel telefoniert oder Sachverhalte werden studiert. Wenn es klappt, dann bin ich gerne für eine Mittagspause zu Hause“, gewährt Blombergs erster Bürger einen Einblick in seinen Tagesplan.

Am Wochenende wird ebenfalls gearbeitet

„Grob gesagt: Von Montag bis Freitag bin ich der Behördenleiter, Samstag und Sonntag als Bürgermeister der Repräsentant der Stadt Blomberg bei verschiedenen Terminen“, so Klaus Geise, der seine Doppelfunktion als Behördenchef und Stadtoberhaupt als „fordernd, aber auch reizvoll“ beschreibt – schließlich seien Bereiche und Bandbreite der Aufgaben groß, dafür gebe es aber auch viel Flexibilität.

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Herr Klaus Geise

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