Tag des offenen Denkmals zum Thema "Handwerk – Technik - Industrie"

Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 13. September wird in Blomberg eine Stadtführung zum Thema "Handwerk und Gewerbe" angeboten und im Ortsteil Herrentrup bietet das von außen zu besichtigende Alte Zollhaus einen hervorragenden Einblick in die Wiederverwendung alter Gebäude und Gebäudeteile aus vergangenen Zeiten.

Die Stadtführung führt durch die Blomberger Altstadt vorbei an Zeugnissen des traditionellen Schuh- und Holzhandwerks. Dann geht es hinauf auf den Martiniturm, einem der ältesten Bauwerke Blombergs. Von hier oben erläutert Uwe Feiert die Entwicklung des Blomberger Gewerbes von den kleinen handwerklich strukturierten Betrieben in der historischen Altstadt bis hin zu den Betrieben mit industrieller Fertigung, die sich nach und nach außerhalb der Altstadtgrenze ansiedelten.

Zum Abschluss der Stadtführung geht es in die heutige Stadtbücherei, einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1763. Hier wird die rekonstruierte Einrichtung einer Schuhmacherwerkstatt um 1900 gezeigt. Diese und die dazugehörige Dauerausstellung informieren eindrucksvoll über die Wirtschafts- und Sozialgeschichte dieses alten Handwerksberufes.

Die Stadtführung beginnt um 14.00 Uhr auf dem Marktplatz Blomberg. 

Das in Herrentrup zu besichtigende Alte Zollhaus wurde  ursprünglich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Reelkirchen errichtet, um 1800 dort jedoch abgebaut und an der ehemaligen Cöllnischen Landstraße (heutige B1) wieder aufgebaut. Es bildete mit dem damaligen Sauren Krug die dortige Bebauung, weshalb auch die Straßenzolleinahmen auf das Gebäude und dem dort wohnenden Taxator übertragen wurde.

Verschiedene spätere Handwerker z. B. Schuhmacher prägten den für die dörflichen Strukturen eher anmutigen städtischen Haustyp. Das Haus ist ein typisches Beispiel der Wiederverwendung alter Gebäude. Zierbalken sowie verbaute Elemente. Zierbalken des Küsterhauses sind nach aufwendiger Renovierung genauso sichtbar geworden wie auch die farblichen Gestaltungen von Füllhölzern und Wänden der vergangenen Zeit. Die verschiedenen Epochen und Verwendungen sind heute noch nachvollziehbar.

Die Eigentümer des Alten Zollhauses (Am Sauren Krug 18) haben von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr ihren Garten geöffnet und zeigen die an der Außenfassade gut erkennbaren Wiederverwendungen verschiedener Gebäudeteile.

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